Der Rettungshund

Ziel der Rettungshundeausbildung im SV ist die Qualifizierung unserer Hunde für einen möglichen Einsatz in Hilfs-organisationen und /oder die sportliche Betätigung im RH-Bereich.

Welche Voraussetzungen muss ein Hund für die Ausbildung zum Rettungshund haben?

Besonders geeignet sind gutartige, nervenfeste Hunde mit mittlerer Reizschwelle und Unterordnungsbereitschaft. Zudem muss der Hund über ausreichend Trieb- und Finderwillen verfügen. Gleichzeitig ist Ausdauer, sowohl im physischen, als auch im psychischen Bereich gefordert. Ein Hund muss auch körperlich in der Lage sein, unwegsamen Gelände- und Witterungsverhältnissen über längere Zeit zu trotzen, ohne in der Arbeitsbereitschaft nachzulassen. Hier kann es für sehr kleine, aber auch sehr große Rassen, aufgrund ihrerkörperlichen Konstitution, Einschränkungen geben.

Grundsätzlich eignen sich alle Rasse- und Mischlingshunde, die eine entsprechende Arbeitsbereitschaft erkennen lassen.

Rettungshundearbeitfordert für den Hundeführer einen erheblichen Zeitaufwand. Die Ausbildung des eigenen Hundes beinhaltet auch Helfertätigkeiten für andere Teams. Hier sind Engagement und Teamgeist gefragt.

Bei entsprechender Neigung des Hundeführers und Eignung des Hundes ist dann der Weg zum Rettungshundeteam geebnet.


Den Schwerpunkt in der Ausbildung nimmt der Bereich der „Nasenarbeit“ ein. Das findet Ausdruck darin, dass die Nasenarbeit innerhalb der Prüfungsordnung zwei Drittel der zu erreichenden Gesamtpunkte ausmacht. Die verschiedenen Sparten der Nasenarbeit sind Fährte, Fläche, Trümmer, Wasser und Lawine, sowie das Mantrailing.


Im Training lernen die Hunde unter Einsatz ihres hervorragenden Geruchssinnes, einen Menschen unter verschiedensten Umweltbedingungen zu finden und dem Hundeführer diesen Fund eindeutig anzuzeigen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade in den Prüfungsstufen ergeben sich durch Anzahl und Lage der Opfer, Größe des Suchbereiches und der zur Verfügung stehenden Zeit. Beurteilt wird die Taktik des Hundeführers, das Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund, Such- und Finderwillen des Hundes, sowie das korrekte, nicht bedrängende Verweisen der aufgefundenen Person.

Im Bereich „Unterordnung und Gewandtheit“ werden Gehorsam und Geschicklichkeitsübungen des Hundes, wie zum Beispiel das Überwinden unterschiedlicher Hindernisse, gefordert. Diese Übungen sind letztlich auf den Ein-satz ausgerichtet. Dabei lernt der Hund, sich in verschiedenartigem Gelände sicher fortzubewegen und sich jeder-zeit, auch auf Distanz vom Hundeführer, lenken und leiten zu lassen.

Bei sportlichen Wettkämpfen kommt es dann auf besondere Präzision, Geschwindigkeit, Arbeitsfreude des Hundes und eine harmonische Teamleistung an.


Voraussetzung für die Rettungshundeeignungsprüfung (RH-E) ist eine bestandene Begleithundeprüfung.

Die Rettungshundesportprüfungen, im SV als RH-2 bezeichnet, werden je nach Schwierigkeitsgrad in A- und B-Prüfungen unterteilt.

Im Anschluss an eine erfolgreiche Sportprüfung der höchsten Stufe kann eine Einsatzprüfung bei der IRO absolviert werden, durch die Hund und Hundeführer die Einsatzfähigkeit für den Bedarfsfall erlangen.


                                                                    Quelle: Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V.